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Zur Integration klettern

Abteilung: 

 Normalerweise wird im Kletter- und Boulderzentrum der Sektion natürlich Deutsch gesprochen. Aber mitunter verständigen sich die Besucher und ihre Betreuer untereinander in Englisch oder mit Hilfe von Dolmetschern. Denn es gibt jede Woche zwei spezielle Kurse, bei denen Geflüchtete willkommen sind. Den einen Termin nutzt eine Kindergruppe aus der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE). Dazu kommt ein Toprope-Kurs für Flüchtlinge, die eine Bleibeperspektive in Gießen und Umgebung haben. Schon seit 2017 leistet  der hiesige Alpenverein unter Federführung von Wolfgang Horstmann diesen speziellen Beitrag zur Integration von Menschen aus anderen Kulturkreisen in unsere Zivilgesellschaft. 2016 hatte das Land Hessen ein Programm aufgelegt für Sport mit dem Geflüchteten, um diesen so eine Teilnahme am gesellschaftlichen Leben hierzulande zu ermöglichen. Die Sektion bewarb sich und bekam wie viele andere Sportvereine den Zuschlag und damit auch eine finanzielle Unterstützung. So gab es im Jahr 2017 schon an die 40 Kletterevents für Flüchtlinge, die auf der anderen Seite der Rödgener Straße lebten. „Die Flüchtlinge wurden mehr oder weniger ausnahmslos freundlich von den anderen Kletterern in der Halle und auch Sektions- und Vorstandsmitgliedern aufgenommen“ erinnert sich  Wolfgang Horstmann an diese Phase. Was dem Kleinlindener aber weniger Freude machte:  Die  Fluktion war groß, weil  ständig   Flüchtlinge kurzfristig in andere Orte verlegt wurden. So kam keine richtige Kontiunität zustande.  Deshalb wurde das „Flüchtlingsklettern“ auf Eis gelegt. Erst nach einer Neuorganisation in der HEAE und dank der aktiven Unterstützung durch das Sportamt der Stadt Gießen kam es im September 2018 zu einem Neubeginn. Seitdem läuft es rund. Gerade bei der Kindergruppe ist der Andrang meist so groß, dass Betreuer Horstmann alle Hände voll zu tun hat. Aber sein Einsatz lohnt sich: „Es haben sich schon einige echte Klettertalente herauskristallisiert“,  freut er sich.