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Ilse Puchert verabschiedet

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Für den Gießener  Alpenverein endet in diesen Tagen eine Ära: Ilse Puchert zieht sich ins zweite Glied zurück. Über 20 Jahre lang hatte die Atzbacherin die traditionellen Tages- und Halbtagswanderungen der Sektion Gießen-Oberhessen umsichtig vorbereitet und geführt. Dieses mit Hingabe wahrgenommene Ehrenamt hat die 84-Jährige nun an Jutta Weisel (Ruttershausen) übergeben. 
Ilse Puchert („Pucki“) war im Laufe der beiden Jahrzehnte zu einem Aushängeschild des Gießener Alpenvereins geworden, wenn es um das Wandern in heimischen Gefilden geht.  Bis 2014 betreute sie  die 50 alljährlichen  Mittwochwanderungen, die jeweils etwa 10 Kilometer lang sind, sowie zweimal im Monat die längeren Sonntagswanderungen von rund 20 Kilometern. Die Verantwortung für die längeren Touren hatte sie anlässlich ihres 80. Geburtstags vor vier Jahren an Dr. Ulrich Schlör abgegeben, der inzwischen auch Sektionsvorsitzender ist und deshalb seine Vorgängerin nun beim Weihnachtskaffee der Mittwochsgruppe mit einer Laudatio, herzlichem Dank und  einem großen Blumenstrauß verabschiedete. 
Mit viel Akribie hatte die gebürtige Niedersächsin, die in Halle/Saale aufgewachsen ist, bis zuletzt die jeweiligen Touren vorbereitet.  Sie studierte Landkarten und Wanderführer, suchte passende Bus- oder Bahnverbindungen heraus und meldete die Einkehr in Lokalen an, sofern nicht Rucksackverpflegung angesagt war.
Dank ihrer herzlichen und offenen Art war Ilse Puchert zugleich so etwas wie die Seele der Wandergruppe. Die frühere Landwirtschaft-Technische Assistentin, die bis zum Rentenalter mit Pflanzenzucht und Tierernährung beschäftigt war, kümmerte sich auch um private Nöte der Stammteilnehmer und erkundigte sich nach dem Grund, wenn jemand wiederholt nicht mitwanderte. Für die gute Stimmung in der Gruppe spricht auch, dass frühere Teilnehmer, die altersbedingt nicht mehr mitwandern konnten, gern zum üblichen Kaffeetrinken nach jeder Wanderung dazu stoßen.
Die Leitung der Mittwochstouren, an denen durchschnittlich 20 bis 25 Senioren oder Nichtberufstätige teilnehmen, hat nun Jutta Weisel übernommen. Die 67-Jährige ist der Natur seit langem verbunden, in jungen Jahren als Wildwasserpaddlerin, später als Bergwandererin und Mountainbikerin.  Nach dem Wechsel in die Rente war die frühere Abteilungsleiterin im Marburger Hochschulrechenzentrum zur Mittwochgruppe der Sektion gestoßen und hatte bald als Wanderführerin ausgeholfen. Dank ihrer Mitarbeit am GPS-basierten Kartenwerk "Open Street Map" kennt sie sich im Raum Gießen-Marburg bestens aus. „Jutta hat die Wanderkarte im Kopf“, lobte Ilse Puchert bei der Staffelübergabe im Kletterzentrum der Sektion ihre Nachfolgerin.